Biomasse-Wärmeerzeuger

Biomasse-Wärmeerzeuger

Im Bereich der Zentralheizung versteht man unter Biomasse naturbelassenes Holz.
Holz kann in verschiedenen Formen mit dem jeweiligen Spezialkessel verheizt, oder besser in Wärme umgewandelt werden.

Man unterscheidet handbeschickte Kessel für Stückholz bis 1 m Scheitlänge, automatisch beschickte Kessel für Hackgut und Pellets.

Alle diese Kessel funktionieren nach dem Prinzip der Holzvergasung.

Die Holzvergasung läuft in drei Stufen ab.
In der ersten Stufe trocknet das Holz bei einer Temperatur von ca, 200 °C, bei 200-600 °C zerfällt das Holz in seine verschiedenen chem. Produkte,
die nun im flüssigen Zustand vergasen ( Pyrolyse).
Über 600°C verbrennen die schwer brennbaren Gase und es bildet sich ein Glutbett aus Holzkohle. Zusammen mit den 900-1000°C heißen Schwelgasen wird die notwendige Wärme für die Zersetzung der Holzkohle produziert.

Die meisten Stückholzkessel besitzen eine Lamdasonde,die autom. die Luftmenge regelt und so eine unvollkommene Verbrennung bei schwankender Brennstoffgüte verhindert.

Stückholzkessel müssen mit einem Pufferspeicher betrieben werden, da nicht gewährleistet ist, das die Heizungsanlage den Wärmeinhalt des Füllraums abnehmen kann.

Ein 20 kW Kessel hat z.B. einen Wärmeinhalt bei vollgefüllten Feuerraum von ca, 150 kW, da die Heizungsanlage aber bei -16°C ausgelegt ist, kann die Heizung bei mittlerer Wintertemperatur nur 30-50% der Wärme abnehmen, der Rest muß gepuffert werden.

Bei einen Wärmeinhalt von 150 kW, wäre dann ein Puffer von 1800 Ltr. notwendig. (laut Bafa-Förderung 55 Ltr/kW ist bei 20 kW 1100 Ltr. Mindestvolumen)

Für die Bestimmung der Kesselgröße muß die Gebäudeheizlast nach DIN 12831, die Brenndauer einer Kesselfüllung und die Heizzeit pro Tag eingerechnet werden.

Bei einer Gebäudeheizlast von 20 kW kann sich eine Kesselgröße von 30 kW ergeben.

Wenn eine Anlage nach diesen Kriterien ausgelegt ist, kann man einen komfortablen Betrieb erwarten. In der Übergangszeit ist ein Einheizen ca, alle 2 Tage notwendig, bei strenger Kälte täglich.

Für den Sommerbetrieb ist eine Solaranlage sehr sinnvoll.

Hackschnitzel und Pelletskessel arbeiten ebenfalls als Holzvergaser, jedoch mit unterschiedlicher Verbrennungstechnik.
Unterschubfeuerung, Vorschubfeuerung, Sturzbrandfeuerung. Diese Kessel werden mit Brennstoff autom. beschickt.

Gegenüber Stückholzkessel sind diese autom. beschickten Kessel schnell regelbar und benötigen keinen so großen Puffer.
Ein Puffer von min 30 Ltr. / kW ist für die Güte der Verbrennung von großen Vorteil.
Bei der Einspeisung einer Solaranlage muß der Puffer nach der Größe der Solaranlage berechnet werden. Pro m² Kollektorfläche ca, 100 Ltr.

Für die Zuführung des Brennstoffes gibt es verschiedene Systeme:
Förderschnecke
Förderschnecke mit Rührwerk
Saugsystem mit Austragungsschnecke, Saugdüsen oder Maulwurfsystem.

Hotline

08036-8566

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